Abschlussarbeit, Theorie
Regional statt Bio. Ist Regionalität das neue Bio?
2016
Creator
Alexandra Koch
Department
ZHdK, Vertiefung Style & Design, VSD, Zürich, CH
(ZHdK)
ZHdK, Departement Design, DDE, Zürich, CH
(gegründet 1985)
MediumPDF
DimensionsFormat: 29.7 × 21 cm, 30 Seiten
TitlesStudienarbeitBachelor of Arts in Design mit Vertiefung Style & Design
Description"Trotz der gesteigerten Bereitschaft der Schweizerinnen und Schweizer nachhaltigeinzukaufen ist beispielsweise das Wissen über Saisonalität mittlerweile gesunken.
Zu Zeiten unserer Grosseltern war es unvorstellbar, Sommergemüse im Winter zu
erhalten; heute ist dies längst zur Normalität geworden. Lebensmittel von
ungedeckten Anbauflächen nach Saisonalität einzukaufen bietet nicht nur den Vorteil, den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern, sondern garantiert auch den vollen Geschmack eines Nahrungsmittels. Das Obst oder Gemüse hat nämlich den vollen Reifeprozess vollzogen, musste nicht während des Transports im Dunkeln nachreifen und konnte dadurch seinen ganzen Geschmack entfalten. Spitzenköche aus aller Welt haben die Problematik betreffend fehlenden Geschmacks von importierten Lebensmitteln schon längst erkannt, arbeiten deshalb oft direkt mit regionalen Bauern zusammen oder bewirtschaften selbst Gärten und Äcker, wie beispielsweise die Netflix Serie ‚Chef’s Table’ (2015) aufzeigt.
Nicht nur der Geschmack spielt eine Rolle. Nahrungsmittel werden vielfach für
einzelne Zwischenschritte der Verarbeitung über weite Strecken transportiert.
Lebensmitteltransporte sind unerlässlich, doch sie belasten unser Klima. Durch
kürzere Transportwege könnte man zum Klimaschutz beitragen. Überschaubare,
regionale Strukturen schaffen Transparenz und Vertrauen für alle Beteiligten. Und
tatsächlich, Regionalität erfreut sich stets höherer Beliebtheit. Warum kaufen wir
wieder mehr regionale Lebensmittel? Sehnen wir uns nach mehr Transparenz und
kaufen wir mit Regionalität Emotionen? Wie wird Regionalität vermarktet? Und worin besteht der grosse Unterschied zwischen regionalen und biologischen
Lebensmitteln?"
Object numberBBD-2016-C09-001
DepartmentArchiv ZHdK
Credit LineZürcher Hochschule der Künste, ZHdK / Archiv
Categories
- Design
