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Ilse Fehling
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Ilse Fehling

DE, 1896 - 1982
BiographyBildhauer, Zeichner, Maler, Bühnenbildner, Keramiker
Vita: Fehling-Witting (Fehling), Ilse, dt. Bildhauerin, Keramikerin, Malerin, Zeichnerin, Bühnenbildnerin, *25.4.1896 Danzig, †25.2.1982 München.
Biogramm: 1919 Ausb. in den Bereichen Kostüm, Hist. Kostüm, Bühnenbild, Bildhauerei, Schrift, Graphik und Schneiderei an der Reimannschule Berlin; 1919-20 ebd. Unterrichtsanstalt des KGM (Bildhauerklasse bei Walter Schmarje); 1920-23 Staatl. Bauhaus Weimar, Vorkurs bei Johannes Itten und Georg Muche, Kurs bei Paul Klee, Bühnen-Wkst. bei Lothar Schreyer und Oskar Schlemmer. Seit 1922 Förderung durch Carl Georg Heise, Leiter des Lübecker Mus. und Ankauf des Selbst-Portr. Maske mit Pudel für das Museum. F. entwickelte 1922 am Bauhaus das Projekt einer Rundbühne für Marionettenspiele (patentiert), dem die Idee zugrunde lag, bei allen notwendigen Verwandlungen einen kontinuierl. Ablauf zu garantieren. Versch. Entwürfe für Stabpuppen und Figurinen zeigen Einflüsse von Lothar Schreyer und Oskar Schlemmer. Auch erste Kostümentwürfe von 1923, die neben Bühnenbildern und Ausstattungen den Großteil ihres Werkes ausmachen, sind vom Unterricht am Bauhaus geprägt. 1923 8 Henry S.Witting und eig. Bildhaueratelier in Berlin, gleichzeitig Bühnen- und Kostümbildnerin. 1924 alleinige Ausstatterin und künstler. Beratung des Schauspielertheaters Berlin. 1925 Zusammenarbeit mit den Steingutfabriken Velten-Vordamm. Seit 1927 Kostümberaterin für dt. Filmproduktionen. 1931 Rompreis der Preuß. AK, bis 1932 Aufenthalt in der Villa Massimo, Rom. 1932-36 Arbeit als Bühnenbildnerin und Kostümbildnerin in Hamburg und Berlin. 1933 Ausst.-Verbot. 1937 zur Textil-Ausst. Berlin Zusammenarbeit mit Ludwig Mies van der Rohe. 1936-40 Chefausstatterin der Filmproduktionsfirma Tobis-Europa. 1940-43 zweiter Wohnsitz in Rottach-Egern, Gastbühnenbildnerin und Leiterin des Kostümwesens an den Münchner Kammerspielen unter Otto Falckenberg, Verlust eines Großteils des bildhauer. Werks durch Bombenschaden. 1943 Beschlagnahmung der Wohnung und des Ateliers, Gastvertrag mit dem Thalia-Theater in Hamburg. Bis 1944 in Berlin. 1945 körperl. und seel. Zusammenbruch, vergebl. Arbeitssuche. 1946 in Zürich Pressezeichnerin; 1947-48 in Genf Korrespondentin für die Münchener "Neue Welt". 1949-51 in Rottach-Egern. Seit 1952 Wohnung und Atelier in München. 1963 freie Mitarb. als Pressezeichnerin für versch. Zeitungen. 1965 Konzeption und Innenausstattung für das Kino "Die Lupe" in Köln. Freundschaft bzw. Bekanntschaft mit den Malern Nicolai Wassiljeff und Max Pfeiffer-Watenpfuhl. F. war z.B für das Berliner Theater am Kurfürstendamm, das Dt. Theater (Kameliendame), das Renaiss.-Theater sowie das Theater unter den Arkaden und für die Münchner Kammerspiele tätig. Sie arbeitete u.a. mit den Regisseuren Jürgen Fehling und Victor de Kowa (die sie beide porträtierte), Ernst Legal, Wolfgang Liebeneiner, Curt Goetz, Theo Lingen und Artur Maria Rabenalt zusammen und schuf für Ufa oder Tobis die Ausstattungen zu den Filmen Liebe (1927); Das Mädchen Irene (1938); Der Stern von Rio (1939/40) und Rosen aus dem Süden (1954). Weiterhin entstanden Tanzstudien, graph. Impressionen und Kostüm-Zchngn zu Balletten, die ebenso wie eine Serie von Aktstudien das sichere Erfassen der menschl. Gestalt zeigen. F.s bildhauer. Talent lassen die wenigen bek. gewordenen Skulpt., v.a. der Zeit bis 1933 (u.a. Nicol Wassilieff; Maximilian Harden), nur erahnen. Obwohl auch später noch einige bemerkenswerte Portr.-Skulpt. entstanden (Jürgen Fehling; Marlies Kirchner), gestatteten ihr die zeitweise bedrängten Lebensumstände nach 1945 jedoch nicht, an diese vielversprechenden Anfänge anzuknüpfen. - Der Nachlaß befindet sich im Fam.-Bes. in München.
Quelle: AKL (Auszug)
verheirateter Name
  • Ilse Fehling-Witting