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Hermana Morach
Hermana Morach

Hermana Morach

CH, 1899 - 1974
BiographyHermana Morach (Morach-Sjövall/Sjövall)
* 1899 in Paris, Frankreich; † 1974 in Zürich

1914–1918 Studium der Bildhauerei an der Ecole des Beaux-Arts in Genf
1918–1922 Besuch der Kunstgewerbeschule Zürich, Fachschule für Sticken und Modezeichnen
1923 Heirat mit Otto Morach (1887–1973)
1923/24 Teilnahme an Gruppenausstellungen im Musée Rath in Genf und im Kunsthaus Zürich
1924 Teilnahme an der Turnusausstellung des Schweizerischen Kunstvereins St. Gallen
bis 1930 Teppichentwürfe gemeinsam mit Otto Morach
1933–1939 Tätigkeit als Entwerferin in Paris
1934 Teilnahme an der XIII. Ausstellung der Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen (GSMBK) im Kunsthaus Luzern
1935 Auszeichnung mit dem Eidgenössischen Kunststipendium in Bern
1936–1967 Mitgliedschaft der GSMBK
1939 Teilnahme an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich
1944 Teilnahme an der Ausstellung Zürcher Künstlerinnen und Künstler im Helmhaus in Zürich
1957 Übernahme des Kürschnergeschäfts Köhler Pelze ihres Stiefvaters Hugo Köhler in der Claridenstrasse 36 in Zürich

Hermana Morach, geborene Sjövall, wurde 1899 in Paris in eine Fotograf:innenfamilie geboren. Sie besuchte dort das Lycée Racine, bevor sie mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs mit ihrer Familie nach Genf übersiedelte. Zwischen 1914 und 1918 wurde sie zunächst in der klassischen Bildhauerei an der Genfer Ecole des Beaux-Arts ausgebildet, bevor sie nach Zürich zog, um dort ein Studium an der Kunstgewerbeschule Zürich anzuschliessen. In Ermangelung des Angebots einer Bildhauereiklasse entschloss sie sich für eine textilgestalterische Ausbildung. Zeitgleich besuchte sie den Unterricht für ornamentales Zeichnen unter der Leitung von Otto Morach, gestaltete Stoffmuster, setzte Teppiche auf dem Webstuhl um und formte Theaterfigurinen aus.
Nach Beendigung ihres Studiums heiratete sie 1923 Otto Morach. In den 1920er-Jahren arbeitete Hermana Morach verstärkt an Teppichen, die sie entweder nach eigenem Entwurf oder dem Otto Morachs in Handwirkerei umsetzte. Die Formensprache ihrer Teppiche blieb geometrisch-abstrakt, sie beruhte auf einem quadratischen Grundmotiv und stellte formal Bezüge zur Bauhaustradition her. Ihre Farbgestaltungen bewegten sich in erdigen Tönen, denen sie gesättigte Grundfarben entgegensetzte. In den 1930er-Jahren arbeitete Hermana Morach verstärkt in Paris, wo sie und Otto Morach zwischenzeitlich ein Atelier besassen. Ihre bildhauerischen Arbeiten, die sie nie aufgegeben hatte, blieben dagegen von figürlicher Natur. Sie schuf grössere Aktskulpturen, aber auch Köpfe und kleine Figuren in Gips und Bronze. 1935 wurde sie als Bildhauerin mit dem Bundesstipendium ausgezeichnet. 1939 waren ihre Arbeiten an der Schweizerischen Landesausstellung zu sehen. Mit Übernahme des Kürschnergeschäfts ihres Stiefvaters nahm ihr künstlerisches Wirken allmählich ab. 1974 starb Hermana Morach in Zürich, ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemanns Otto Morach.

Quellen:
“Schweizerisches Handelsamtsblatt” 75, Heft 140, 1957, S. 4
art-dock-zh.ch
digital.kunsthaus.ch
kunstmuseumolten.ch
recherche.sik-isea.ch
sgbk.ch
Geburtsname
  • Hermana Sjövall