Abschlussarbeit, Theorie
Verführerische Stimmwelten
2006
Creator
Claudia Blersch
Department
ZHdK, MAS / CAS Cultural Media Studies, Zürich, CH
(gegründet 2001)
MediumPDF, JPG
TitlesUntertitelOper, Umm Kuthum, Madonna – weibliche Stimmen und ihre Inszenierung
OriginaltitelSlotmachine
DescriptionStimmen, besonders Gesangsstimmen, faszinieren Menschen aller Kulturen, alle Menschen können singen. Im Gesang ist die Stimme noch deutlicher als Körperausdruck erkennbar als beim Sprechen. Beim Singen, in der Verbindung von Musik und Wort, greift die Stimme um sich, berührt und verführt ihre Zuhörer. Oper, Umm Kuthum, Madonna – weibliche Stimmen und ihre Inszenierung.
Die Oper entstand Ende des 16. Jahrhunderts als Gegenraum zur Kirche, als Spielstätte eines neuen, selbstbewussten und lustbetonten Menschenverständnisses. Mythische Vorlagen bringen Götter auf die Bühne, die von der Göttlichkeit des Menschen selbst erzählen. Die Arbeit von Claudia Blersch betrachtet den Wandel der Oper als Verführungsfläche und Spiegel der Gesellschaft im Lauf der Zeit.
Umm Kuthum gilt als die berühmteste und verehrteste Sängerin in der arabischen Welt. Sie ist ein Mythos geworden. Das beweisen allein die zahlreichen Metaphern, mit denen sie belegt wurde: Von der Königin Ägyptens über die Diva Arabiens bis zum Stern des Orients. Die Arbeit von Eja Bellmont will die Umstände erforschen, die den Mythos um Umm Kuthum begründen.
Madonna ist ein wandelndes Zeichen der Populärkultur. Sie versteht es, mit der Authentizität zu spielen und die Rollen zu wechseln, wie andere Menschen ihren Beruf. Madonnas Symbolhaftigkeit ist ihr Markenzeichen. Die Arbeit von Fabienne Böni geht der Frage nach, welche Rollen sie entwirft und welche Identitäten sie dabei inszeniert.
Mediale Umsetzung: 'Slotmachine'
Die Slotmachine ist ein mediales Spiel mit der Gender-Parody und der Vielheit nach Judith Butlers Konzept der Konstruktion und De-Konstruktion der Identität. Es ist wie beim Glückspiel, wenn man den Knopf drückt und hofft, dass vier gleiche Zeichen auf dem Bild erscheinen. So spielen wir mit verschiedenen Subjekten und zersplittern die einzelnen Körperregionen durch vier horizontal gerichtete Monitore. Die jeweilige Zusammensetzung der einzelnen Bilder in ein Ganzes, bildet verschiedene und neue Identitäten. Das Kontinuum und die gleichzeitige Irritation ist die Opernstimme von Frau Mosoc und dem Song aus der Oper Tosca.
Object numberDDB-2006-C11-000
DepartmentArchiv ZHdK
ExhibitionsCredit LineZürcher Hochschule der Künste / Archiv
Categories
- Cultural Theory
