Exhibitions of Gianfranco Fasce
Maler, Grafiker, Bildhauer
Vita: Fasce, Gianfranco (Gian Franco), ital. Maler, Bildhauer, Graphiker, *16.4.1927 Genua, lebt dort.
Biogramm: Stud.: 1942 Liceo Artist. Barabino; 1947-50 Accad. Ligustica bei Emanuele Rambaldi. Besucht in den frühen 40er Jahren das Studio des Malers Romolo Pergola. 1947 erlernt er die Freskotechnik bei Giovanni Battista Semino. Malt E. der 40er Jahre Lsch. und Portr. (Ritratto femminile). Bekanntschaft mit Marino Marini, Bruno Cassinari und Renato Birolli sowie Kontakte zum künstler. Umfeld der Accad. di Brera. Die Bilder der frühen 50er Jahre sind durch Picasso inspiriert (Motociclista; Figura). F. tritt dem Genueser Kreis der Gall. Numero um Emilio Scanavino, Plinio Mesciulam und Rocco Borella bei. 1951 Reisen nach London und Paris. Zieht 1952 nach Mailand und beginnt, Lsch. mit fast konturlosen, geometr. angeordneten Farbflecken (Marina, 1953) in Anlehnung an Renato Birolli zu malen. Gleichzeitig erste plast. Arbeiten in Auseinandersetzung mit der klass. kubist. Skulpt. (Uomo meccanico, 1951; Motociclista, 1952) sowie mit Bezug auf Marino Marini (Mito; Sydecar, 1951; Nenè, 1955). 1955 Annäherung an Ennio Morlotti mit impulsiv-vibrierendem Duktus (Paesaggio di roccia; Paesaggio con alberi). Malt 1956 unter starkem Einfluß des Informel Bilder mit Gittern von grauen Streifen auf ockerfarbenem Grund (Inverno). Wenig später beginnt er, mit Farbmaterie zu experimentieren, die sich in verwirrenden Formen verdichtet (Fiori di pietra, 1957; Periferia, 1958). In den frühen 60er Jahren verwendet er subtilere, sich im Licht überraschend verändernde Farben (Dily; Crescita, 1960; Figure; Controluce, 1962). 1964 Rückkehr nach Genua, wo er bis 1988 am Liceo Artist. lehrt. Seit E. der 60er Jahre betont er den zeichenhaft-gestischen Charakter seiner Bilder (La violenza, 1968; Litorale, 1969; Porto, 1974; Nudo, 1978). Er wendet sich vom dekorativen Raffinement ab und nähert sich den Komp. von Plinio Mesciulam an (Riflessi d'acqua, 1977). 1981 erleidet F. einen Schlaganfall mit langwierigen psychomotor. Folgen. Setzt trotzdem seine künstler. Tätigkeit (linkshändig) fort und realisiert Bilder mit starker Leuchtkraft (Spuma d'argento, 1987; Settembre sotto la pioggia, 1988; Vegetazione, 1989). In den 90er Jahren gelangt F. zur Abstraktion, die Farbe zerbröckelt (Monello, 1990; Foglie d'autunno, 1991), die Oberfläche überziehen kleine, faserige Zeichen, mysteriöse Chiffren eines mag. Alphabets (Arabesco, 1991; Forme, 1992; Corteccia, 1993; Foglie, 1994). Als Graphiker wendet er sich der Rad. zu (v.a. Kaltnadel-Rad.), in der einfache und sich kreuzende Striche vibrierende Lichteffekte schaffen (Copia Venere da Napoli, 1949; Figure, 1961).
Werke: BOLOGNA, GAM: Ulivi, 1961. CAMPIONE D'ITALIA, GAM: Composizione, 1962. LA SPEZIA, GAM. MACERATA, PCiv.: Mattino, 1964. MOUTIER, Mus. BA. PARMA, Pin.
Quelle: AKL (Auszug)
