Ruth Zürcher
1913 - 2010
* 1913 in Düsseldorf, Deutschland, † 2010 in Forch, Zürich
1930 Arbeit im Malatelier
1930–1934 Ausbildung als Kostümbildnerin an den Städtischen Bühnen Düsseldorf
1934 Umzug nach Zürich und Besuch von Zeichen- und Malkursen an der Kunstgewerbeschule Zürich
1937–1938 Jahresaufenthalt in Italien und Besuch der Kunstakademie Florenz
1939–1942 Kostümbildnerin am Schauspielhaus Zürich
1941–1943 Kostüme für den Schweizer Film
1944 Beginn mit dem Weben von Bildteppichen
1945 Geburt der Tochter Maja
1947 Geburt der Tochter Iris
1965–1981 Reisen nach Mittel- und Nordamerika, Togo, Benin und Ghana
1994 Beginn von Hinterglasmalerei, Webminiaturen und Collagen
Ruth Zürcher wuchs in Düsseldorf auf, wo sie zunächst als Malerin arbeitete und ab 1930 eine Ausbildung zur Kostümbildnerin an den Städtischen Bühnen bei dem Bühnenbildner Helmut Jürgens begann. Auf einer Reise nach Paris lernte sie 1932 den Bildhauer Arnold Zürcher kennen und heiratete ihn zwei Jahre später in Zürich. Dort nahm Ruth Zürcher an der Kunstgewerbeschule Zürich Zeichen- und Malkurse bei Walter Roshardt und Ernst Gubler.
1937 verbrachte Ruth Zürcher ein Jahr an der Kunstakademie in Florenz. Zurück in Zürich war sie zunächst drei Jahre am Schauspielhaus neben dem Bühnenbildner Teo Otto beschäftigt, bevor sie Aufträge vom Schweizer Film annahm und für Produktionen von Regisseuren wie Leopold Lindtberg, Max Haufler und Franz Schnyder Kostüme entwarf.
1944 nahm Ruth Zürcher autodidaktisch die Arbeit am Webstuhl auf; ein wichtiger Schritt, denn ihre textilen Arbeiten sollten zum wichtigsten Teil ihres Oeuvres werden. Zwischen intensiven Arbeitsphasen, grösseren öffentlichen Aufträgen, Ausstellungen und mehreren Teilnahmen an den Biennales internationales de la Tapisserie in Lausanne, reiste Ruth Zürcher immer wieder um die Welt – nach Mexico und Guatemala, in die USA, Kanada und auch nach Ghana, dem Geburtsland ihres Mannes. Nach dem Tod ihrer Tochter Maja, der Holzschnittkünstlerin, 1994, wechselte Ruth Zürcher nochmals ihr Medium und begann mit Hinterglasmalerei und Collagen. Die Arbeiten am Textilen reduzierte sie auf Miniaturen, da sie grosse Teppiche nicht mehr alleine ausführen konnte.
Quelle:
Archiv Ruth Zürcher
andere Schreibweise
- Ruth Zuercher
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