Skip to main content

Rotsehen

Der plakative Einsatz einer Signalfarbe
Mittwoch, 11. März 2015 - Montag, 6. Juli 2015
DescriptionEine motivische, thematische, chronologische oder auch stilistische Zusammenstellung von Plakaten gehorcht der konventionellen Betrachtungsweise. Überraschungen hingegen birgt eine Plakatauswahl nach der darin vorherrschenden Farbe Rot. Sie lädt zu einem neuen Blick auf die Plakate ein, die der sprichwörtliche rote Faden verbindet. Auch in der Kunstgeschichte kommt der Farbe Rot in allen ihren Nuancen eine besondere Bedeutung zu. Ihre intensive Wirkung verdankt sie der sensiblen Reaktion des menschlichen Auges darauf. Und so gehört Rot auch zu den symbolisch am stärksten konnotierten Farben. Rot versinnbildlicht so gegensätzliche Emotionen wie Aggression und Leidenschaft, Gefahr und Liebe. Sie steht ebenso für das Leben wie auch für den Tod und ist somit eine Farbe, die die Ganzheit des menschlichen Seins in sich schliesst. Auch die Plakatwerbung hat sich früh der sowohl visuellen als auch psychologischen Wirkungskraft dieser Farbe bedient. Die Signalfarbe zieht den Blick auf sich und funktioniert daher ideal als Wiedererkennungsmerkmal im Corporate Design. Begehrenswerte Produkte strahlen selbst in leuchtendem Rot oder werden vor rotem Hintergrund präsentiert. Die Verwendung der Farbe Rot mit Weiss und / oder Schwarz prägte auch die Plakatgestaltung der frühen Moderne in den 1930er-Jahren und ihre sachliche Gestaltung. Wird die Farbe hingegen weniger flächig-grafisch denn illustrativ eingesetzt, entwickelt sie ihr ganzes bedeutungstragendes Potential.

Veranstalter ZHdK, Museum für Gestaltung Zürich, CH gegründet 1875
Kuratorium Alessia Contin IT / CH, geboren 1968
Bettina Richter DE / CH, geboren 1964
Displayed work of Armin Hofmann CH, 1920 - 2020 Atelier Rolf Bangerter, Zürich, CH Augusto Giacometti CH, 1877 - 1947 Automatico Studio, Biel, CH gegründet 2007 Cornel Windlin CH, geboren 1964 Donald Brun CH, 1909 - 1999 Ernst Ruprecht CH, 1891 - 1954 Flag, Zürich, CH gegründet 2002 Fritz Bühler CH, 1909 - 1963 Hans Falk CH, 1918 - 2002 Herbert Leupin CH, 1916 - 1999 Johannes Handschin CH, 1899 - 1948 Josef Müller-Brockmann CH, 1914 - 1996 Max Bill CH, 1908 - 1994 Peter Zimmermann CH Pierre Gauchat CH, 1902 - 1956 Sophie Rogg CH, geboren 1989 Stefanie Häberli-Bachmann CH, geboren 1970 Viktor Rutz CH, 1913 - 2008 Walter Käch CH, 1901 - 1970 Werbeagentur Günter Bläse, AWM, Stuttgart, DE Willi Trapp CH, 1905 - 1984
Venues
Schweizerische Nationalbank, SNB, Bern/Zürich, CH

Exhibition numberGGB-20XX-D44