«Der Regenschirm»
«Eine Plane aus Nylon in Segmente unterteilt, die an Streben an einem langen Stab befestig und mit einem Griff zum Festhalten versehen ist.» Eine einfache Beschreibung eines alltäglichen Gegenstandes, der nicht mehr wegzudenken ist.
Hervorgegangen aus dem Sonnenschirm «Parasol», der durch Handelsreisende aus Ostasien in den Westen kam und durch Modifizierungen des Pariser Kaufmann Jean Marius zu einer leichteren und zusammenklappbaren Variante wurde, fand der Schirm Anfang des 18. Jahrhunderts Eingang in die Damenmodewelt der französischen Gesellschaft. In England dagegen galt er als zu feminin und so verblieb Mann eine Zeit lang weiterhin bei nur einer wasserfesten Hutbedeckung. Das nützliche Accessoire, das einen vor verschiedenen Wetterlagen schützt, hatte sich deshalb erst Mitte des 19. Jahrhunderts in ganz Europa etabliert. Mit der Erfindung des ausziehbaren Teleskop-Gestells 1934 durch Hans Haupt war der Taschenschirm geboren. Diese faltbare und platzsparende Version trifft man heutzutage am häufigsten an Regen- oder Schneetagen an.
