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Ausstellungen von: Carl B. Graf

Ausstellungsinfos
Foto: unbekannt
Quelle: Vetter, Peter, Katharina Leuenberger, Meike Eckstein (Hg.), «Kein Stil…
Carl B. GrafCH, 1926 - 1968

Carl Bernhard Graf

* 1926 in Zürich; † 1968 in Zürich

1941/42 Besuch der Allgemeinen Klasse an der Kunstgewerbeschule Zürich

1942–1947 Lehre als Grafiker in Zürich sowie Besuch der Fachklasse für Grafik an der Kunstgewerbeschule Zürich

1948–1953 Mitarbeit in diversen Grafikstudios in Zürich, unter anderem Anstellung als Grafiker bei Adolf Wirz

1950 Studienaufenthalt in London

1954 Eröffnung eines eigenen Ateliers in Zürich

Carl Bernhard Graf besuchte 1941/42 die Allgemeine Klasse an der Kunstgewerbeschule Zürich, bevor er in Zürich eine Lehre als Grafiker anschloss und die Fachklasse für Grafik von Ernst Keller an der Kunstgewerbeschule Zürich absolvierte. Von 1948 bis 1953 arbeitete er in diversen Zürcher Grafikstudios, so auch über längere Zeit beim Werbeberater Adolf Wirz. 1950 reiste Graf für einen Studienaufenthalt nach London. Nach seiner Rückkehr eröffnete er 1954 ein eigenes Atelier in Zürich. Zu seinem grafischen Angebot gehörte die Ausführung von Prospekten und Verpackungen, Plakaten und Inseraten, Logos und Signeten. Daneben erhielt Graf auch Aufträge für komplexe Ausstellungsgestaltungen. Für das Kunstgewerbemuseum Zürich entwarf er zwischen 1955 und 1963 sowohl Ausstellungsplakate als auch -publikationen. Des Weiteren entwickelte Graf erfolgreich eine nüchtern-sachliche visuelle Sprache für Industriegrafik. Zu seinen Kunden zählten dabei unter anderem die norm Metallbau AG in Zürich, die Le Porte-échappement Universal SA in La Chaux-de-Fonds und die Möbelfabrik Girsberger in Thunstetten-Bützberg. Ab 1963 gestaltete Graf den gesamten visuellen Auftritt der Luwa AG in Zürich. Als Ergebnis eines Wettbewerbs für Grafikdesign für die Uhrenmarke Certina entstand 1958 deren legendäres Markenzeichen, das bis heute im Einsatz ist: die Verdoppelung des Anfangsbuchstaben der Marke, dargestellt als zwei ineinander liegende, rotierende offene Kreise.

Grafs Plakate für das Kunstgewerbemuseum zeichnen sich durch absolute Verknappung aus, ohne dabei an Sinnlichkeit und Ausdruckskraft zu verlieren. Zu seinen Gestaltungsmitteln zählen die Typografie, ein geometrisches Formenrepertoire sowie die Fotomontage. Teils ist die Schrift alleiniges Element und strukturiert die Fläche als reine Textbotschaft, teils erhalten Lettern eine erzählerische Funktion, so in seinem Ausstellungsplakat zum Werk des Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx. Grafs Plakat für eine Ausstellung zu finnischer Architektur ist ein gelungenes Beispiel für seine erzählerische Fähigkeit mit rein abstrakten Formenelementen.

Quellen:

Vetter, Peter, Katharina Leuenberger, Meike Eckstein (Hg.), “Kein Stil. Ernst Keller (*1891–†1968), Lehrer und Pionier des Swiss Style”, Zürich 2017

Odermatt, Siegfried, “100+3 Plakate ausgewählt von Siegfried Odermatt”, Zürich 1998

Rotzler, Willy, Fritz Schärer, Karl Wobmann, “Das Plakat in der Schweiz”, Schaffhausen 1990

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